Beruf Sicherheitsmitarbeiter: Gehalt, Ausbildung und Möglichkeiten

Das Sicherheitsgewerbe ist im stetigen Wachstum begriffen, und es werden allerorten zuverlässige und qualifizierte Mitarbeiter gesucht.

In der Sicherheitsbranche gibt es eine Fülle von Einsatzgebieten: die Bewachung von Industrieobjekten, Bürogebäuden, Wohnobjekten, Bahnhöfen, Sportanlagen, Kaufhäusern oder Botschaften, den Pförtner- und Empfangsdienst, den Streifendienst, Sicherheitsdienst für Veranstaltungen, den Personenschutz und anderes mehr. Das Sicherheitsgewerbe ist im stetigen Wachstum begriffen, und es werden allerorten zuverlässige und qualifizierte Mitarbeiter gesucht. Dabei ergeben sich nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen attraktive berufliche Perspektiven. Letzteres ist übrigens auch mit einem positiven Imagewandel verbunden, den die Sicherheitsbranche durch ihre immer anspruchsvolleren Aufgaben erlebt.

Wie sich das Gehalt eines Sicherheitsmitarbeiters gestaltet, hängt vor allem von drei Faktoren ab: erstens von der Region, zweitens von der Qualifikation und drittens von der Art der Tätigkeit.

Gehalt nach Region

Der durchschnittliche Monatslohn eines Sicherheitsmitarbeiters ist mit 2.958 € am höchsten in Baden-Württemberg und am niedrigsten in Thüringen, wo er 2.033 € beträgt. Berlin und Brandenburg liegen mit 2.455 € ungefähr in der Mitte.

Diese großen Unterschiede gleichen sich allerdings durch die jeweiligen Lebenshaltungskosten in den einzelnen Regionen wieder ein Stück weit aus. Zu beachten sind auch die Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Gebieten, die in den Durchschnittswerten nicht sichtbar werden. 

Gehalt nach Qualifikation

Wie in allen Branchen, so hat auch im Sicherheitsgewerbe die Qualifikation einen großen Einfluss auf die Entlohnung. Folgende Qualifikationsstufen gibt es:

1) Unterrichtung gemäß §34a GewO

Die niedrigste Qualifikationsstufe bildet die „Unterrichtung gemäß §34 a GewO“. Diese minimale Qualifikation kann man mit einem 5-tägigen Lehrgang erwerben. Sie berechtigt den Inhaber zum Einsatz in „befriedetem Gebiet“, d.h. nicht im öffentlichen Raum. Der tarifliche Grundlohn für diese Stufe liegt in Berlin und Brandenburg bei 10,90 € pro Stunde. Die „Unterrichtung“ hat allerdings in den letzten Jahren stark an Bedeutung verloren, da immer mehr Auftraggeber von ihrem Sicherheitsdienstleister mindestens die Qualifikationsstufe „Sachkunde gemäß § 34a GewO“ verlangen.

2) Sachkunde gemäß § 34a GewO

Mitarbeiter mit der Qualifikation „Sachkunde gemäß § 34a GewO“ erhalten in Berlin und Brandenburg einen tariflichen Grundlohn von 11,20 € pro Stunde. Daraus ergibt sich bei durchschnittlich 192 Einsatzstunden pro Monat ein Betrag von 2.150 €.

3) Servicekraft für Schutz und Sicherheit

Die Qualifikation „Servicekraft für Schutz und Sicherheit“ ist ein anerkannter Berufsabschluss, den man durch eine zweijährige Ausbildung erwirbt. Auf dieser Stufe beträgt der Grundlohn in Berlin und Brandenburg 12,40 € pro Stunde, so dass man bei 192 Einsatzstunden auf 2.380 € kommt.

4) Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Nochmals um einen Euro höher, also bei 13,40 €, liegt in Berlin und Brandenburg der Grundlohn für eine „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“. Diesen Abschluss erhält man nach einer dreijährigen Berufsausbildung. Der Monatslohn in Berlin und Brandenburg beträgt dann bei 192 Einsatzstunden 2.573 €.

5) Meister für Schutz und Sicherheit

Auch den Meistertitel gibt es im Sicherheitsgewerbe. Hierfür ist wie in anderen Branchen auch ein entsprechender Lehrgang zu absolvieren. Wer diese Hürde genommen hat, erhält in Berlin und Brandenburg einen Stundenlohn von 17,40 €, das sind bei 192 Einsatzstunden 3.340 € pro Monat.

Beachte:

1. Die Löhne im Sicherheitsgewerbe sind tariflich geregelt. Der Tarifvertrag hat die Bezeichnung „Entgelttarifvertrag für Sicherheitsdienstleistungen in Berlin und Brandenburg vom 17. Oktober 2020, gültig mit Wirkung ab 1. Januar 2021“.

2. Die oben genannten Zahlen sind brutto zu verstehen und beziehen sich lediglich auf den Grundlohn. Nicht eingerechnet darin sind also die diversen Zulagen und Zuschläge, die ein Sicherheitsmitarbeiter erhalten kann und die ebenfalls tariflich geregelt sind. Dazu gehören zum einen die steuerfreien Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit (10, 25 und 50%) und zum anderen eine Vielzahl von funktionsabhängigen Zulagen. 

Gehalt nach Art der Tätigkeit

Zulagen zum Grundlohn erhalten zum Beispiel solche Sicherheitsmitarbeiter, die als Diensthundeführer tätig sind. Hier beträgt die Zulage in Abhängigkeit von der Art der Hundehaltung zwischen 0,50 € und 2,00 € pro Stunde. Waffenträger erhalten 2,00 € Zulage pro Stunde. Für Team- oder Schichtleiter gibt es 0,75 € und für Objektleiter 1,00 € zusätzlich zum Grundlohn.

Weitere Zulagen gibt es für die Tätigkeit in Objekten mit besonderen Anforderungen. So erhalten Sicherheitsmitarbeiter in Flüchtlingsunterkünften 0,25 €, an technischen Kontrolleinrichtungen 2,00 € und in Bundesbehörden je nach Art der Tätigkeit zwischen 1,00 € und 3,25 € mehr pro Stunde. Wer als Shopguard oder als Doorman im Einzelhandel tätig ist, erhält 1,00 € und ein Kaufhausdetektiv 2,00 € Zulage pro Stunde.

Ausbildung zur Servicekraft oder Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Die „Servicekraft für Schutz und Sicherheit“ und die „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ sind reguläre Ausbildungsberufe. Während der Ausbildung erhält jeder Auszubildende eine monatliche Ausbildungsvergütung. Diese beträgt im ersten Jahr 650 €, im zweiten Jahr 750 € und im dritten Jahr (Fachkraft für Schutz und Sicherheit) 850 € brutto.

Unser Unternehmen stellt regelmäßig Ausbildungsplätze  für beide Berufe zur Verfügung, verbunden mit einer Übernahmegarantie für alle erfolgreichen Absolventen und Absolventinnen. Alle Unterrichtsmaterialien werden gratis von uns bereitgestellt. Zusätzlich erwartet die Auszubildenden eine kostenlose Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel.

Erwerb der Sachkunde

Wer die „Sachkunde gemäß §34a GewO“ erwerben möchte, kann an unserer Akademie zwischen zwei Formaten wählen: einem umfassenden Lehrgang im Umfang von 600 UE und einem modularen Lehrgang von insgesamt 320 UE. Am Ende steht in jedem Fall die Sachkunde-Prüfung, welche durch die IHK vorgenommen wird. Die an unserer Akademie durchgeführten Sachkunde-Kurse für Sicherheitsmitarbeiter können durch einen Bildungsgutschein der Arbeitsagentur finanziert werden. Bei einigen speziellen Kursen ist auch ein Fahrschul-Lehrgang Klasse B inbegriffen. 

Fazit: Qualifizierung macht sich bezahlt

Im Prinzip kann man als Sicherheitsmitarbeiter jeden der drei Einflussfaktoren auf sein Gehalt beeinflussen. Allerdings wird – zumindest für Menschen aus Berlin oder Brandenburg – der Umzug in ein anderes Bundesland (z.B. nach Baden Württemberg) eher seltener infrage kommen. Näher liegt da schon der Gedanke, sein monatliches Einkommen durch den Erwerb der „Sachkunde“ oder eine Ausbildung zur „Fachkraft“ zu steigern. Immerhin liegt allein schon der Grundlohn einer „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ um fast ein Viertel über dem eines Mitarbeiters mit „Unterrichtung“. Gleichzeitig erfordern die meisten der zulagefähigen Tätigkeiten mindestens die Qualifikationsstufe „Sachkunde“.

Das Sicherheitsgewerbe ist auch für Quereinsteiger aus anderen Branchen eine überlegenswerte Option. Auch hier empfiehlt sich als erster Schritt der Erwerb der Sachkunde gemäß §34a GewO.

WeWatch Security Service hält für seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vielfältige fachliche und persönliche Entwicklungsperspektiven, interessante Einsatzmöglichkeiten und bestmögliche Bedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bereit. Aufgrund unseres steigenden Auftragsvolumens suchen wir derzeit wieder neue Mitarbeiter (m/w/d) auf allen Qualifikationsstufen.

Ob Sie bereits Berufserfahrungen im Sicherheitsgewerbe besitzen, eine Ausbildung absolvieren oder Quereinsteiger werden wollen – nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf!

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